Mülheim besteigt den Olymp

15. Mai 2016

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Die Newcomer von der Ruhr gewinnen bereits im zweiten Jahr nach ihrer Gründung das derzeit größte Schlagballturnier und reihen sich damit als viertes Team nach Kiel, Spiekeroog und Köln in die Liste der Himmelfahrtsieger ein.

Insgesamt elf Teams aus neun verschiedenen Lagern reisten am Donnerstag, den 5. Mai nach Spiekeroog an, um an den folgenden beiden Tagen am Spiekerooger Badestrand um den begehrten Titel mitzuspielen. Am Anreisetag wurden wie gewohnt zunächst die Quartiere bezogen und einige lockere Trainingsspiele absolviert, um sich mit den Gegebenheiten des Strandspiels vertraut zu machen.

Der Vorjahressieger und Titelfavourit Spiekeroog verteilte seinen Spielerkader auf zwei etwa gleichstarke Teams. Die Hamburger entschieden sich, die Likedeeler in alter Formation antreten zu lassen und ein weiteres Team aus neuen Spielern aufzustellen. Die Mülheimer bündelten ihre Stärke in einem Team und setzten auf Zusammenhalt, Fangesänge und Macarena.

In einer sehr starken Gruppe A traten Spiekeroog 1, Hamburg 2, Langeoog, Mülheim, Lietz und Winterhude gegeneinander an, aber auch Gruppe B mit Spiekeroog 2, Hamburg 1 (Likedeeler), Köln, F&R Berlin und Osnabrück hatte es sich, gerade für die nur einmal im Jahr zusammenkommenden Osnabrücker. Die beiden Spiekerooger Teams wurden zunächst ihrer Favouritenrolle mehr als gerecht und gingen ohne Niederlage durch die Vorrunde. In Gruppe A zog Mülheim vor Langeoog und Hamburg 2 in die Endrunde ein und in Gruppe B kam es zu einen punktgleichen Trio aus Köln, Hamburg 1 und F&N Berlin. Die Teams aus Osnabrück und Winterhude verpassten zusammen mit den Gastgebern den Einzug ins Viertelfinale und machten am zweiten Tag in einem Miniturnier die letzten drei Plätze unter sich aus.

Der Samstag begann dann mit den vier Viertelfinals, die alle parallel ausgetragen wurden. In diesen musste sich Langeoog knapp den Jungs und vor allem Mädels aus Köln geschlagen geben, die Zweite von Spiekeroog ließ gegen Hamburgs Zweite nur wenig zu und Mülheim setzte sich ebenfalls klar gegen die Hamburger Likedeeler durch. Die Partie Spiekeroog 1 gegen Berlin sorgte ein wenig für Diskussion, da das Spiel ohne die volle Besetzung des Spiekerooger Teams angepfiffen wurde und Berlin dadurch mit einigen Punkten in Führung ging. Auch komplett gelang es den Grün-Weißen nicht mehr den Vorsprung aufzuholen und so war für sie das Viertelfinale Endstation.

Danach war bei Spiekeroogs Erster die Luft raus, sie verloren das Qualifizierungsspiel gegen die Likedeeler mit einem Punkt und anschließend die Partie um Platz 7 gegen Hamburg 2 und landeten damit auf Platz 8. In dem zweiten Qualifizierungsspiel setze sich Langeoog gegen Hamburg 2 durch und auch im Spiel um Platz 5 ließen die Roten gegen die Likedeeler nichts anbrennen und wurden damit erster im kleinen Halbfinale, Endergebnis Platz 5, Likedeeler auf Platz 6.

Unter den besten vier trafen dann F&A Berlin auf Weitschlag Mülheim und Spiekeroog 2 bekam es mit Hickory Köln zu tun. Während die Mülheimer sich keine Blöße gaben und die Berliner mit 51:23 deutlich ins kleine Finale schickten, machten die Spiekerooger es weitaus spannender und ließen Hickory Köln mit 30:27 nur knapp hinter sich.

Damit stand das Finale Spiekeroog 2 gegen Mülheim fest. Im Spiel um den dritten Platz konnte F&A Berlin sein erfolgreiches Turnier fortsetzen und gewann knapp gegen Hickory Köln mit 26:24, also Platz 3, ein Riesenerfolg für die Allianz aus Fang & Abwurf Berlin und Hit & Run Kiel.

Im Finale rechneten alle mit einem Sieg des amtierenden grün-weißen Titelträgers. Doch das Team von der Ruhr spielte groß auf, lag die meiste Zeit des Spiels in Führung und gewann am Ende mit 30:23 und einer starken Fankulisse im Hintergrund klar und verdient. Dass das Himmelfahrtturnier von einer Mannschaft gewonnen wird, die erst das zweite mal an dem Turnier teilnimmt, ist durchaus bemerkenswert und spricht für die gute Arbeit und die enorme Motivation im Pott. Nochmal herzlichen Glückwunsch nach Mülheim!

Für die Tourwertung bedeutet der Ausgang des Turniers, dass Weitschlag seine Führung an der Spitze weiter ausbaut und nun mit 24 Punkten vier Punkte vor Spiekeroog liegt. Den Grün-Weißen gelang trotz der doppelten Teilnahme nicht der Sprung an die Spitze, das zweite Team holte mit dem 8. Platz aber immerhin noch einen Punkt. Auf dem dritten und vierten Platz der Tour folgen mit jeweils acht Punkten Hickory Köln und Fang & Abwurf Berlin punktgleich in Tourpunkten und Siegen. Mit jeweils fünf Tourpunkten folgen auf Platz 5 und 6 Langeoog und Hamburg.

Im Gegensatz zu verganendem Jahr zeigte sich auch das Wetter diesmal von seiner besten Seite und bescherte den Sportlern vier Tage Sonne pur. Demensprechend gut und ausgelassen war die Stimmung unter den Teilnehmern, nicht zuletzt auch bei der abschließenden Siegerehrung und Party im Beathaus der Lietzschule. Als beste Nachwuchsspieler des Turniers wurden Tom Te Heesen von Langeoog und Christoph Huster aus Winterhude gewählt.

Insgesamt war das 14. Turnier auf Lietz wieder mal eine tolle Veranstaltung, die der Begeisterung für den Schlagballsport nochmal einen enormen Schub verliehen hat. Wir freuen uns auf Nummer 15!

Ergebnisse, Fotos und weitere Artikel

Wer etwas auf dem Turnier vergessen oder verloren hat, schaut bitte mal in unserer Fundkiste vorbei.

Himmelfahrt
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  1. Kiki 17. Mai 2016 22:04
    Die mannschaftsfotos von Lietz und Osnabrück wurden vertauscht
  2. Jan 17. Mai 2016 23:01
    Sehr aufmerksam, Herr Sichla! Korrigiert
  3. Mika v. Lietz 21. Mai 2016 11:04
    Ein echt fabelhaftes Vorsommer-Turnier war das....!! Vielen, vielen Dank allen Teams, dann insbesondere auch an Jan und an alle Helfer. Himmelfahrt ist ohne Euch nicht denkbar...!!! Und: Prima Artikel und geniale Bilder hier (Ich hätte auch gerne so eine Kamera...öhm...). Nächstes Jahr steigt dann das 15. Turnier im Spiekeroog Sand und wir freuen uns schon jetzt drauf. Ich darf jetzt schon mal alle Schlagball-Teams dazu einladen. Same procedure... Den drei Spiekerooger und den Langeooger Teams wünsche ich einen tollen und spannenden Wettkampf im Sommer. Beste schlagballerische Grüße von Spiekeroog. Mika v. Lietz